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Bismarck(platz) im Fokus: Auftakt für einen wichtigen Dialog

Mit der Veranstaltung „Bismarck(platz) im Fokus. Ein Stadtgespräch über Namen, Orte und Erinnerung“ hat das Kulturamt am 13. April 2026 einen breiten Beteiligungsprozess zur Namensumbenennung des Bismarckplatzes gestartet. Auslöser waren Vorschläge aus der Zivilgesellschaft – insbesondere von der Initiative Betty Rosenfeld – sowie ein Antrag der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion.

Zum Auftakt im Gemeindezentrum der Pauluskirche diskutierten Expertinnen aus Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit Bürgerinnen. Beiträge von Anwohner*innen machten bereits zu Beginn deutlich: Die Perspektiven reichen von einer (Teil-)Umbenennung über eine kritische Einordnung bis hin zur Beibehaltung des Namens.

Der Historiker PD Dr. Ulf Morgenstern, Leiter der Otto-von-Bismarck-Stiftung, unterschied zwischen der historischen Person Bismarck und dem später entstandenen Mythos um seine Figur. Dr. Noa K. Ha, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, beleuchtete das Thema aus postkolonialer Perspektive und stellte die Frage, wie eine vielfältige Stadtgesellschaft heute mit solchen Erinnerungsorten umgehen sollte. Künstlerische Impulse lieferten die Künstlerinnen Ann-Kathrin Müller und Judith Engel mit ihrem Projekt zu Bismarck-Orten im Stadtraum.

Auch in der anschließenden Diskussion zeigte sich ein breites Meinungsspektrum – von klarer Ablehnung einer Umbenennung bis hin zu konkreten Vorschlägen für neue Formen des Erinnerns.

Der Dialog wird nun in weiteren Beteiligungsformaten fortgesetzt. Termine sind der 10. Juni, 22. Juli und 17. Oktober 2026. Weitere Informationen erhalten Sie per Mail unter: erinnerungskultur@stuttgart.de

 

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